Eine kleine Truppe ganz Groß – die Bambini „B“ zu Gast in Harsefeld beim Viebrockhaus – Cup 2018

Am Samstagmorgen den 10.03.2018 um 08:00 Uhr fand für die Jungs und das Mädel der
Bambini „B“ unserer SG Hannover/Wedemark das Turnier um den Viebrockhaus – Cup 2018 im beschaulichen Harsefeld statt. Es gab eine Hauptrunde, in welcher in den jeweiligen Gruppen die Platzierungen Eins bis Vier ausgespielt wurden. In der Finalrunde wurden dann die schlussendlichen Platzierungen ausgespielt.

Die teilnehmenden Mannschaften bei diesem Turnier waren:

Der HSV aus Hamburg,
MOLOT – ebenfalls aus Hamburg,
der TuS Harselfeld 1 und 2
die Salzgitter Icefighters
die Bremer Weserstars,
der REV Bremerhaven
und wir J

Unsere Gruppengegner waren:
der HSV,
der TuS Harsefeld 2,
und die Bremer Weserstars

Wir trafen uns gegen 07:00 Uhr an der Eishalle und bezogen erst einmal unsere Kabine, welche wir uns mit den Jungs von MOLOT teilten. Die Sachen wurden ausgepackt und dann war Frühsport angesagt. Ein kurzes Aufwärmen hat noch nie geschadet. Anschließend ging es zum Umziehen wieder in die Kabine. Unsere Betreuer Annika, Sonja und Niels verfrachteten uns in unsere Klamotten, heizten uns ein wenig ein und dann konnte es zügig aufs Eis gehen. Auch bei diesem Turnier konnte uns leider kein Trainer unterstützen. Aber das machte nichts. Annika und Niels hatten einen Plan und wir spielten mit. Wir traten wegen Personalmangel mit nur zwei Reihen und unserer Goaliene Lina an. Das musste reichen.

Unser erstes Spiel bestritten wir gegen die Mannschaft des HSV. Diese Mannschaft ist uns mittlerweile sehr gut bekannt und so konnten wir uns sehr zügig auf deren Spielweise einstellen. Wir flitzten übers Eis und spielten den Puck in teilweise schönen Pässen immer wieder aufs Tor des Gegners, so dass es folgerichtig auch recht früh im Netz des Gegners das erste Mal rappelte. Der HSV spielte trotzdem weiter munter mit und hatte einige gute Chancen, welche aber immer wieder von unserer Goaliene vereitelt wurden. Die Aufgabenverteilung in unseren beiden Reihen war klar, wechselten aber von Minute zu Minute durch, sodass jeder sich auch in jeder Rolle ausprobieren konnte. Für das Team vom HSV ein Nachteil, denn sie konnten sich nicht so richtig auf unsere Spielweise einstellen. So schepperte es dann zu vorgerückter Spielzeit noch einmal im Netz des Gegners und als Sieger verließen wir das Spielfeld zu einer kurzen Pause.

Nach der Pause trafen wir auf unseren nächsten Gegner – das Team vom TuS Harsefeld 2. Ein wenig überrascht davon, dass das Turnier trotz fehlender starker Männer so gut anlief, wollten wir mehr – wollten den nächsten Sieg. So spielten wir dann auch. Angetrieben wurden wir von Annika und Niels, die uns lautstark mit Anweisungen durch das Spiel leiteten und uns nach jedem Wechsel Gutes, aber auch weniger Gutes sagten, was es dann zu verbessern galt. Kritik ist immer blöd. Aber sie half und somit entwickelte sich unser Spiel mehr und mehr nach vorne. Unsere Deckung stand sehr gut und unsere junge und dynamische Torhüterin machte einmal mehr einen tollen Job. Unser stetig wechselnder Sturmtrupp konnte „das kleine Schwarze“ einmal öfter im Tor des Gegners versenken und nach 12 Minuten hieß der Sieger SG Hannover/Wedemark.

Da wir keine Zeit hatten und den nächsten Sieg wollten, ging es ab zur nächsten Partie gegen die Weserstars aus Bremen. Es entwickelte sich eine kampfbetonte aber faire Partie auf absoluter Augenhöhe, bei der beide Teams zu sehr sehenswerten Chancen kamen, die aber jeweils von den Torhütern entschärft wurden. Immer wieder rannten die Stars von der Weser gegen unser Tor an. Teilweise sehr lautstark wurden von Annika und Niels immer wieder neue Anweisungen aufs Eis gebrüllt und von uns auch umgesetzt. Unsere Verteidigung arbeitete insgesamt konzentriert und punktuell noch etwas intensiver gegen vor allem zwei sehr starke Spieler der Weserstars. Somit konnten wir einen Gegentreffer wirkungsvoll verhindern und hatten auch noch das Glück auf unserer Seite, einen Treffer erzielen zu können. Also – dritter Sieg im dritten Spiel.

Danach gab es eine kurze Verpflegungspause. Weiter ging es dann mit den Rückrundenspielen der Hauptrunde.

Erneut trafen wir also auf das Team des HSV. Es kam jetzt darauf an, nicht leichtsinnig zu werden. Ja, wir hatten den HSV bereits im Turnier besiegt. Das musste aber nicht heißen, dass das noch einmal klappt. Also – Hintern zusammenkneifen und kämpfen. Das taten wir auch. Man merkte allerdings, dass wir nur mit zwei Reihen und nicht, wie gewöhnlich, mit drei Reihen spielten. Da wir alle bereits ordentlich Eiszeit in den Knochen hatten, verließen uns ein wenig die Kräfte. Aber – wir machten hinten dicht, warteten auf Konter und trieben den Puck natürlich auch nach vorne, um das Führungstor zu erzielen. Das gelang uns dann auch. Und da es das einzige Tor in dieser Partie bleiben sollte, waren wir erneut siegreich.

Der nächste Rückrundengegner erwartete uns bereits. Es war erneut das Team vom TuS Harsefeld 2. Diese Truppe hatten wir im ersten Spiel recht klar besiegen können. In der jetzigen Partie fiel uns das sichtlich schwerer. Recht zügig erwischte uns der Gegner kalt und wir lagen zurück. Ein Fehler in der Deckung, welcher darauf zurückzuführen war, dass sich einer von uns nicht an die Rollenverteilung hielt und seine Arbeit in der Abwehr vernachlässigte, ließ den Puck unhaltbar im Netz von Lina zappeln. Mist – dass sollte nicht passieren. Also krempelten wir kurz die Ärmel hoch und legten eine kleine Schippe drauf. Und da verlieren ja bekanntlich doof ist, entschieden wir uns dafür, zumindest ein Unentschieden daraus zu machen. Ein letzten Endes gerechtes Ergebnis.

Unser letztes Rückrundenspiel bestritten wir noch einmal gegen die Bremer Weserstars.
Erneut ging es in eine muntere Partie auf Augenhöhe, auch wenn unsere Kräfte immer weiter nachließen. Fünf vorangegangene Spiele a 12 Minuten machte da für jeden unserer Spieler schon 30 Minuten Eiszeit aus – im Gegensatz dazu waren es 20 Minuten bei den Weserstars – man merkte es einfach. Aber wir bissen uns durch und hatten unsere Chancen ebenso wie die Jungs aus Bremen. Nutzen konnten wir sie nicht. Der Gegner aber auch nicht. So trennten wir uns am Ende torlos.

Trotzdem konnte sich unser Ergebnis nach der Hauptrunde sehen lassen. Wir waren Gruppenerster. Wer hätte das gedacht. Da wir nun in den Finalspielen gegen den Gruppenzweiten der Gruppe A spielen mussten, trafen wir im nächsten Spiel auf die Mannschaft aus Bremerhaven.

Dieses Spiel war dann leider nicht mehr für uns gemacht. Wir bekamen es mit einer „A“ Mannschaft zu tun und man sah sehr schnell, dass uns spielerisch doch einiges an Klasse trennte. Wir versuchten, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Da sich aber auch immer wieder Fehler in der Abwehr einschlichen und Lina nicht alles halten konnte, was so auf ihr Tor zuflog, gerieten wir in einen anfangs zwar vertretbaren Rückstand, welcher sich jedoch noch in einen etwas höheren Rückstand ausbauen sollte.
Durchaus zeigte sich hier eine gewisse Undiszipliniertheit im Team, welche uns letztendlich geschadet hat und uns die erste Niederlage im Turnier bescherte.

Somit hieß es für uns dann Spiel um Platz drei. Und hier ging es dann ein letztes Mal gegen die Weserstars aus Bremen. Diese hatten ihr erstes Spiel der Finalrunde gegen MOLOT ebenfalls verloren und brannten nun genau wie wir darauf, den dritten Platz zu erobern.

Die Bremer mussten verletzungsbedingt ihre Reihen etwas umstellen, konnten dadurch aber für uns etwas ungewohnter und effektiver agieren. Sie machten uns das Leben schwer, wirkten fitter und agiler als wir. Wir stemmten uns mit unseren verbliebenen Kräften gegen jeden Angriff und konnten doch das Gegentor nicht verhindern. Durch eine gegen uns ausgesprochene Strafe wegen Bandenchecks mussten wir zwischenzeitlich mit nur drei Spielern auf dem Eis auskommen. Etwas, was zusätzliche Ressourcen raubte und uns zeigte, dass Spiele nicht auf der Strafbank gewonnen werden. Wir gaben die letzten zwei Spielminuten noch einmal Vollgas und überrannten das gegnerische Tor förmlich, ohne dabei etwas Zählbares mitnehmen zu können. Am Ende gingen wir als Verlierer vom Eis, dem zum Schluss hat das kleine Quäntchen Glück zum Ausgleich und eventuellen Sieg gefehlt.

Somit endete für uns das Turnier mit einem 4. Platz. Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, haben wir zu Beginn des Turniers nicht einmal damit gerechnet. Wir konnten also stolz auf uns sein. Wir schauten uns noch das Endspiel, welches zwischen MOLOT und dem REV Bremerhaven ausgetragen wurde, an. Der Sieger des Spieles und damit auch des Turniers war MOLOT – Herzlichen Glückwunsch.

Anschließend ging für uns zur Siegerehrung. Jeder bekam ein Trikot und eine Pizzamarke. Danach ging es zum Umziehen, Pizzaessen und dann ab nach Hause.

Das Resümee aus diesem Turnier – wir haben mit einem kleinen Kader ein sehr gutes Ergebnis erzielt und hätten mit etwas mehr Disziplin sogar noch ein wenig mehr erreicht.
Wir haben gekämpft und uns nie aufgegeben. Und wir haben schöne Einzelaktionen, aber auch immer wieder ein gutes Passspiel gesehen.
Die Tore für unser Team schossen:
Fynn Hafner, Niklas Karch, Niclas Isaak, Nico Baier, Florian Brandrick, Dion Ajazaj

Es spielten:

Tor: Lina-Marie Ronski

Feld: Fynn Hafner, Moritz Eichhorn, Niclas Isaak, Niklas Karch, Florian Brandrick, Nico Baier, Dion Ajazaj, Colin Mittmann

Trainer: Haben wir selbst gemacht

Betreuer: Niels Eichhorn, Annika Mittmann, Sonja Brandrick

PS: An die beiden Letztgenannten geht ein ganz besonderer Dank – Mädels – es hat Spaß gemacht!

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