„Hamburch – Meine Perle!“

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Hamburg (JK). Nachdem das U10 B-Team am vergangenen Wochenende in Timmendorf die Saison eröffnet hatte, war nun auch das ambitionierte A-Team der SG Hannover/Wedemark an der Reihe. Der Sturm „Xavier“ hatte sich zum Glück gelegt, als am 07.10.2017 vermutlich gegen 3.30 Uhr die ersten Wecker klingelten, um die Jungs dann rechtzeitig zu 6 Uhr in der Eishalle in Hamburg-Farmsen in unserer Kabine „abstellen“ zu können. Um das Wecken kümmerte sich mit einem knackigen Aufwärmprogramm allerdings direkt Brad Bagu, der das Team zusammen mit Julian Philipp coachte . Julian legte dann die taktische Marschroute fest und bildete zwei 5er-Blöcke bei denen immer ein Spieler pausierte. In dem einen Block spielten #13 Jonas Karch, # 14 Timo Knackstedt, # 10 Leon Hackelberg, # 17 Erik Warendorf und # 23 Phillip Böttcher zusammen, im anderen Block #3 Klaas Kipper, #4 Emil Köweker, #7 Till Schulz, #19 Anthony Bagu und #22 Björn Schörnig. Im Tor wechselten sich #1 Thilo Wahle und #2 Wayne Katzenberger ab.

Im ersten Spiel ging es dann gleich gegen unsere Freunde vom Gastgeber, den Crocodiles Hamburg, mit denen wir Ende August noch eine gemeinsame Mannschaft beim Turnier im dänischen Aalborg gebildet hatten. Die Freude über das Wiedersehen war unter den Jungs teilweise wirklich groß, genauso groß aber auch die Motivation ein gutes Ergebnis zu erzielen. So entstand ein schnelles, intensives Spiel in dem die Crocodiles technisch und spielerisch überlegen waren, unsere Jungs aber kämpferisch sehr gut dagegen hielten. Es war schon beeindruckend, wie die jungen Hamburger Puck und damit Gegner laufen ließen, aber unsere Defensive – gestützt auf einen starken Keeper – stand sehr gut und lies lange nichts anbrennen. Nach vorne konnten wir immer mal wieder einen Konter setzen, wobei am Ende das präzise Passspiel der Crocos dann doch zu Treffern führte und wir uns im Endeffekt zwar gut verkauft hatten, uns aber doch knapp geschlagen geben mussten.

Nun folgte mit dem Team der Grizzlys Wolfsburg der nächste hochgehandelte Gegner, dem wir diesmal absolut ebenbürtig waren. Das Spiel wogte hin und her, auf beiden Seiten gab es Torchancen, wobei insgesamt die Abwehrreihen dominierten und gut vor ihrem eigenen Tor „aufräumten“. Beide Teams präsentierten sich auch von der Spielanlage her ähnlich und so blieb es für die gesamten 15 Minuten ein ausgeglichenes Spiel, in dem kein Team einnetzen konnte, auch wenn die größte Chance des Spiels nach 14:59 Minuten auf einem unserer Schläger lag. Aber so konnten am Ende beide Teams zufrieden das Eis verlassen bzw. sich dem nächsten Gegner stellen.

Für uns war das nun das Team des Adendorfer EC, das die körperlich größte Mannschaft ins Rennen schickte, was sicherlich auch daran lag, dass einige 2007er-Mädchen im Kader standen. Allerdings waren wir den Adendorfern läuferisch deutlich überlegen, so dass wir uns immer wieder den Puck erobern und eigene Angriffe inszenieren konnten. Die Adendorfer hielten körperlich sehr robust dagegen und konnten uns so immer wieder von ihrem Tor fern halten, bis irgendwann unsere #23 Phillip heranrauschte und einen Abpraller – nachdem der Schuss von #13 Jonas noch gehalten werden konnte – im Tor versenkte. Die Adendorfer versuchten dann noch das eine oder andere mal ihr Glück mit Weitschüssen, mussten sich aber deutlich häufiger unseren Angriffen erwehren, so dass wir am Ende als verdiente Sieger vom Eis und damit auch in die Pause gehen konnten.

Ergebnistechnisch hatte sich unser Team bis dahin sehr ausgeglichen präsentiert und so konnte man sich zufrieden das Obst & Gemüse, die Müsliriegel und ein Stückchen Traubenzucker schmecken lassen und von Carmen Wartenberg, unserer Betreuerin, versorgen lassen. Natürlich nutzte Trainer Julian die Pause auch, um das Team noch mal auf die bevorstehenden Gegner einzustellen und zu besprechen, was in den ersten Spielen schon ganz gut gelaufen war oder noch verbessert werden muss.

Nach der Pause ging es nun gegen den HSV weiter. In diesem Spiel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Geprägt war das Spiel aber auch auf beiden Seiten von vielen Einzelaktionen – bei denen der besser postierte Mitspieler oft übersehen wurde – die am Ende keinen zählbaren Erfolg brachten. Bezeichnend dann auch, dass aus einer schönen Kombination heraus unsere #3 Klaas – auf Zuspiel der #22 Björn – einen Direktschuss in die Maschen setzen konnte. Der HSV setzte nun alles daran den Ausgleich zu erzielen, unsere Jungs hatten allerdings auch immer wieder Chancen weitere Treffer zu erzielen. Am Ende rutschte dann sehr unglücklich ein Schuss des HSV unter unserem Torwart hindurch, so dass ein ausgeglichenes Spiel auch mit einem ausgeglichenen Ergebnis endete. Bedauerlich in diesem Spiel war allerdings der Umstand, dass es Spieler gibt, die schon in diesem Alter eine völlig übertriebene Härte an den Tag legen – mehrfache Stockchecks, sogar gegen den Kopf – und die Schiedsrichter leider nicht von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen. Hier könnte man sich z.B. an den Regeln des dänischen Verbands ein Vorbild nehmen, bei dessen Spielen die Fouls von den Schiedsrichtern „gesammelt“ werden – so dass der Spielfluss nicht unterbrochen wird – und am Ende mit der entsprechenden Anzahl an Penaltys für die beiden Teams geahndet werden, die natürlich auch zu einer entsprechenden Veränderung des Spielergebnisses führen können.

Im letzten Spiel des Turniers ging es dann gegen das bisher ungeschlagene Team von Molot Hamburg, das schon bei den Jüngsten überragend spielerisch-technische Elemente mit einer sehr robusten Härte verbindet, was die Gegner oft schon vor Spielbeginn einschüchtert. Unser Team ignorierte das alles aber und zeigte sein mit Abstand bestes Turnierspiel. Wo vorher noch häufiger das Solo gewählt wurde, zeigten unsere Jungs plötzlich Passstafetten, die denen der Molots in nichts nachstanden. Der Gegner war sichtlich überrascht und hatte so starke Gegenwehr wohl nicht erwartet. Unsere Torhüter, die sich dieses Spiel teilten, mussten einige Stockstiche hinnehmen, da Molot nun versuchte mit allen Mitteln ein Tor zu erzielen. Als das dann doch irgendwann gelang, war der Jubel auch entsprechend groß, was aber auch zeigt, wie sehr unser Team den Gegner bis dahin gefordert hatte. Nach dem Gegentor spielten wir leider dann nicht mehr ganz so geschlossen, mussten leider noch einen Treffer hinnehmen und konnten selbst keinen Angriff erfolgreich abschließen, so dass wir uns am Ende knapp geschlagen geben mussten. Trotzdem großen Respekt vor unserem Team, wie sie in diesem Spiel vor allem auch mit spielerischen Mitteln gegengehalten haben. Wer weiß, ob man Molot in dieser Saison an anderer Stelle nicht doch noch etwas mehr ärgern kann.

Das Fazit dieses Vormittags in HH-Farmsen ist sicherlich das, dass wir ein kämpferisch und läuferisch starkes Team haben, bei dem hinsichtlich des Zusammenspiels auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. Etwas mehr die Größe des Spielfeldes nutzen, die eigenen Position halten und den Blick nach oben nehmen, um den besser positionierten Mitspieler anspielen zu können, sind sicherlich die Dinge die verbessert werden können. Wenn das gelingt, kann man im Laufe der Saison garantiert auch gegen spielstarke Teams wie Molot oder die Crocodiles bestehen.

Man muss aber auch sagen, dass es in der Vorrunde für das A-Team kein weiteres, so stark besetztes Turnier geben wird, so dass wir insgesamt in der Niedersachsenliga bestimmt eine gute Rolle spielen können!

In zwei Wochen geht es zum nächsten Turnier nach Adendorf, wo man neben dem Gastgeber erneut auf den HSV treffen wird und erstmals in dieser Saison gegen die Bremer Weserstars antritt, die man in der Vorbereitung deutlich schlagen konnte. Da auch dieses Turnier um 7.00 Uhr angepfiffen wird, kann der Wecker ruhig auf 3.30 Uhr stehen bleiben.

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